Ottilie Baader 1847-1925 Sozialistin, Frauenrechtlerin und Organisatorin
im Kampf für die Rechte der Arbeiterinnen
Ottilie Baader wuchs in einer protestantischen Arbeiterfamilie in Frankfurt/Oder und Berlin auf. Nach dem Tod ihrer Mutter übernahm sie die Führung des Haushalts. Sie arbeitete als Näherin in einer Fabrik und später in Heimarbeit, um zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen.
Durch die Lektüre von Karl Marx „Das Kapital“ und August Bebels „Die Frau und der Sozialismus“ fand sie zur Sozialdemokratie. Ab 1894 war sie Vertrauensperson in Berlin und von 1900 bis 1909 Zentralvertrauensperson der Genossinnen Deutschlands. Als eine der ersten hauptamtlichen Funktionärinnen der SPD war sie maßgeblich am Aufbau einer sozialistischen Frauenbewegung beteiligt. Sie richtete das Frauenbüro der SPD mit ein und arbeitete dort zunächst ehrenamtlich. Auf zahlreichen nationalen und internationalen Konferenzen forderte sie die Einführung des Frauenstimmrechts, setzte sich für den Schutz von Frauen sowie Kindern ein und plädierte für eine bessere Bildung der Arbeiterinnen. Außerdem war sie regelmäßige Mitarbeiterin der proletarisch-feministischen Zeitschrift „Die Gleichheit.“
Als Sozialistin, Frauenrechtlerin und Organisatorin kämpfte sie für die Rechte der Arbeiterinnen, bis 1918 das Frauenwahlrecht durchgesetzt wurde. Ihre Autobiografie „Ein steiniger Weg“ erschien 1921.
ISBN 978-3-88502-084-4
Seitenzahl: 436 Seiten
Erscheinungsjahr: 2025, kleine Auflage